Regionen

Von geschmacksstarken Gewürzen wie Koriander und Chili über verführerisch süße Leckereien wie Donut und Lokum bis hin zu klassischen Teigwaren à la Quiche oder Pasta – die internationalen Gerichte sind so bunt wie die Länder, in denen sie entstehen. Im Rahmen der Wertewochen Lebensmittel werden alle Berlinerinnen und Berliner mit auf eine bunte kulinarische Weltreise genommen und in die verschiedensten Küchen der Stadt entführt.

Nehmen Sie uns mit in Ihre Welt und schicken uns Ihre landestypischen Rezepte, Rituale oder Geschichten aus dem Alltag an tamara.borrass@pretzlaw.de.

WW_Motiv-Barcomi-webCynthia Barcomi

Wir Amerikaner lieben Kürbisse – nicht nur zu Halloween – sondern auch in unseren Gerichten. Neben herzhaften Kreationen mögen wir vor allem, etwas Süßes daraus zu machen und dabei den eigenen, lieblichen Geschmack vom Kürbis zu unterstreichen. Ich liebe es mit Kürbis zu backen!  Die Sorte Hokkaido eignet sich besonders gut zum Backen, weil man die Schale gleich mit essen kann.  Sie löst sich regelrecht beim Kochen auf. Die Kombination von typischen Herbst-Gewürzen wie Zimt, Nelken und Muskat – zusammen mit der Süße vom Kürbis und dem herben Geschmack von Zartbitterschokolade ist einfach köstlich! Pflaumenmus ist etwas, was ich erst in Deutschland kenngelernt habe.  Ich merke immer wieder, dass ich – um so länger ich hier lebe – immer mehr von einzelnen Zutaten geprägt werde.  Dabei nehme ich mir die Freiheit, neue Assoziationen und Geschmackskombinationen zu kreieren, wie zum Beispiel bei diesen wunderbaren Haferflocken-Schnitten. Meine Großmutter hat diese damals mit Apfelbutter gebacken. Ich selbst finde die leicht Säuere vom Pflaumenmus perfekt passend zu der Süße und nüssigen Geschmack der Haferflocken.

 

robert2Robert Peveling

In unserem Projekt Peru in die Welt hinaus zu tragen, legen wir natürlich auch viel Wert darauf die emblematischen Gerichte des Landes zuzubereiten. Während Ceviche in vielen Ländern Lateinamerikas vorkommt, ist man sich sehr einig, dass der Ursprung in Peru liegt. Eine relativ plausible Geschichte der Herkunft ist, dass Fischersleute auf ihren Schiffen keine offene Feuerstelle anzünden konnten. Um dennoch den Fisch, den sie gefangen hatten, zu kochen bzw. zu kaltgaren und somit haltbar zu machen, haben sie Limettensaft benutzt. Kurz beschrieben ist Ceviche wie Sushi, nur interessanter aufgrund der Säure von der Limette, der Schärfe der Chili, und den weiteren Zutaten. In Peru wird Ceviche gerade als Frühstück/Mittagessen angeboten und in grösseren Portionen in die Mitte des Tisches zum Teilen gestellt. Man trifft sich mit Freunden, mit denen man unter Umständen am vorherigen Tag ein wenig zu tief ins Glas geschaut hat. Die Proteine, das Vitamin C der Zitrusfrüchte und die Chilis bringen einen schnell wieder in Schwung. Auch in unserem Restaurant zelebrieren wir diese Art Gerichte und das gemeinsame Mahl zu teilen und miteinander zu sein.

 

florian_dombergerFlorian Domberger

Durch „Brote aus der Heimat“ bauen wir eine Brücke zwischen den Welten der Geflüchteten und unserer sicheren Welt in Deutschland. Gegenseitiges Verstehen durch Brotbrechen – das wird in allen Kulturkreisen verstanden, selbst wenn man die Sprache des anderen nicht spricht. Das machen wir uns zunutze. Durch die wertschöpfende Arbeit versuchen wir auch den Geflüchteten eine Perspektive in Deutschland zu bieten. Hier waren wir schon mit ein paar Vermittlungen erfolgreich. Wenn wir mit unserer Mobilen Bäckerei unterwegs sind, dann bestätigen uns die Menschen, dass wir ein Brot herstellen, das sie an ihre Kindheit erinnert: „Richtig, so schmeckt Brot…!“