Berlin fragt – Wissenswertes zum Umgang mit regionalen Lebensmitteln

Hier finden Sie eine Übersicht aller bisher beantworteten Fragen.

Auf dem Markt habe ich Sauerampfer gesehen, wie kann ich den verarbeiten?

Sauerampfer ist ein wild wachsendes Kraut, das an Spinat erinnert und viel Vitamin C enthält. Er hat einen angenehm säuerlichen Geschmack und verleiht Salaten einen Hauch Exotik. Zerkleinern Sie einfach die Blätter und mischen Sie diese dem Salat bei. Feingehackt, in Salzwasser gekocht und in Butter gedünstet ist Sauerampfer ein sehr schmackhaftes Gemüse. Besonders gut passt es zu Fisch, Eiern, Schweine- und Kalbfleisch.

Sie können Sauerampfer übrigens sehr gut auf Ihrem Balkon oder im Garten ziehen. Fragen Sie doch mal in Ihrer Gärtnerei nach!

Mein Apfelbaum ist von Würmern befallen. Was kann ich dagegen tun?

Jeder Apfelbaumbesitzer kennt dieses Ärgernis: Man pflückt einen herrlich knackigen Apfel frisch vom Baum, beißt hinein und sieht ihn – den Wurm. Der Übeltäter heißt Apfelwickler. Aber wie kann man ihm den Garaus machen?

Sie können zum Beispiel Klebefallen aufstellen, die die Männchen anlocken. Oder Sie geben Rainfarn- und Wermuttee auf den Apfelbaum. Die überdecken den Apfelgeruch und irritieren den Übeltäter. Damit sich die natürlichen Feinde des Apfelwicklers, wie Meisen, Spechte, Igel und Spinnen in Ihrem Garten wohlfühlen, empfiehlt es sich, diesen nicht allzu „steril“ zu halten.

Ich würde gerne mal Mangold probieren, weiß aber nicht, was ich damit kochen kann.

Mangold lässt sich im Grunde wie Spinat verarbeiten, hat aber einen ganz eigenen Geschmack. Sie können die Blätter zerkleinern, in Salzwasser kochen, ihn braten oder backen. Ob im Salat, gedünstet in Olivenöl oder als Quiche: Mangold ist in der Küche sehr vielseitig einsetzbar.

Wenn Sie die ganzen Blätter kochen, können Sie den Mangold auch für Rouladen nutzen und eine Füllung mit Fleisch oder Gemüse darin einrollen. Mehr dazu erfahren Sie auch in unserer Warenkunde.

Was ist beim Einkauf von Obst und Gemüse zu beachten?

Bei Obst und Gemüse ist das Aussehen mitentscheidend. Es geht aber nicht um krumm oder gerade, knubbelig oder gleichmäßig rund, sondern um Glanz und fehlende Welkheit. Dies sind Anzeichen dafür, dass das Produkt frisch ist.

Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit rät, darauf zu achten, dass das Obst oder Gemüse nicht beschädigt und frei von Schädlingen und Schimmel ist. Vor allem bei Früchten, die nach der Ernte nicht mehr nachreifen, wie Ananas, Himbeeren, Orangen und Erdbeeren sollten Sie darauf achten, dass sich das Obst in der optimalen Reifephase befindet. Richtig gelagertes Gemüse und Obst ist frei von fremden Gerüchen und Geschmäcken anderer Früchte.

Ich habe gehört, dass bei uns Aroniabeeren wachsen. Was ist das?

Die Aroniabeere erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Zwar wurde sie schon in der ehemaligen DDR angebaut, trotzdem war die Aroniabeere bis vor wenigen Jahren hierzulande nahezu unbekannt. Das liegt schlicht und einfach an ihrem ursprünglichen Namen: Vielen Obstbauern war sie bisher als schwarze Apfelbeere bekannt.

Mit ihrem herb säuerlichen Geschmack ist Aronia eine interessante Alternative zu den klassischen Obstsorten. Mehr dazu erfahren Sie auch in unserer Warenkunde.

Lohnt es sich überhaupt saisonal einzukaufen?

Ob es sich lohnt, muss jeder für sich entscheiden. Es gibt aber eine Fülle von Argumenten, die für den saisonalen Einkauf von Lebensmitteln spricht. Während der Saison hat Obst und Gemüse aus unserer Region oft einen kurzen Weg zum Verbraucher. Während Importware oft tage- oder wochenlang transportiert wird, kommen regionale Produkte in der Hauptsaison erntefrisch auf den Tisch, sind gesund und schmecken gut. Zudem enthalten sie viele Vitamine und Nährstoffe.

Regionale Lebensmittel sind auch Teil einer regionalen Kultur. Ob Spreewälder Gurke, Teltower Rübchen oder Beelitzer Spargel – Verbraucher verbinden mit heimischen Produkten oft ein Gefühl von Heimat und Herkunft. Zudem generieren sie Wertschöpfung in ländlichen Räumen, die dort dringend gebraucht wird.

Zu guter Letzt haben saisonale Produkte auch einen ideellen Wert, da sie nicht das ganze Jahr zur Verfügung stehen. Deshalb werden sie umso höher geschätzt, wenn sie frisch zu haben sind.

Ich habe gehört, dass Topinambur bei uns wachsen soll. Was kann ich damit zubereiten?

In der Küche wird Topinambur ähnlich wie Kartoffeln verwendet. So können Sie aus dem Knollengemüse zum Beispiel ein Püree kochen oder es in kleine Schnitze schneiden und frittieren. Anders als die Kartoffel kann Topinambur auch roh verzehrt werden, beispielsweise als Zugabe zu Salaten oder gepresst als Saft.

Topinambur ist gesund und kalorienarm. Aber Achtung: die Knolle lässt sich nur schwer lagern, daher am besten gleich nach der Ernte verarbeiten.

Auch als Zierpflanze ist Topinambur nicht zu verachten, denn sie kann bis zu drei Meter hoch werden und ihre Blüten haben Ähnlichkeit mit denen von Sonnenblumen. Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr, zwischen Februar und April.

 

Welches ist der Deutschen liebstes Gemüse?

Der Deutschen liebstes Gemüse ist laut aid infodienst die Tomate! Ob im Salat oder als Tomatensauce, im Flieger oder als Wurfgeschoss bei der Berliner Kiez-Schlacht: Die Einsatzmöglichkeiten der Tomate kennt keine Grenzen. Und sie steckt darüber hinaus voller Vitamine und Nährstoffe. Kein Wunder also, dass die Tomate mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von über 20 Kilogramm mit Abstand der Deutschen liebstes Gemüse ist. Mehr zur Tomate erfahren Sie in unserer Warenkunde.

Welches Gemüse und Obst eignet sich für den Anbau auf meinem Balkon?

Der Platz auf dem Balkon ist meist begrenzt. Wer also Obst und Gemüse selbst anbauen will, sollte auf Lebensmittel zurückgreifen, die auch auf engem Raum gut gedeihen. Peperoni, Paprika und Tomaten lassen sich gut in Töpfen und Kästen anbauen und eignen sich somit für den Balkon.

Bei Obst empfiehlt es sich, auf jede Art von Beeren zurückzugreifen, zum Beispiel Erdbeeren, Himbeeren oder Johannisbeeren. Zudem werden seit einigen Jahren verstärkt Miniaturausgaben von Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäumen gezüchtet, die sich auch für den heimischen Balkon eignen.

Aber auch der geduldigste Balkonbauer stößt an seine Grenzen: Dringend abzuraten ist etwa vom Anbau von Spargel. Die Pflanze braucht einen tiefen Boden und mehrere Jahre Vorlauf, bevor Sie die ersten Stangen ernten können. Auch Kohl, Sellerie und Knollenfenchel fordern Monate Geduld, bevor sie zu Essbarem herangewachsen sind. In dieser Zeit lassen sich einige Sätze Salat anbauen.

Welche Paprika ist die nährstoffreichste? Die Rote, Grüne oder Gelbe?

Bei der klassischen Gemüsepaprika gibt die Farbe Auskunft über den Reifegrad. Die grüne Paprika ist noch unreif und deswegen etwas herber im Geschmack als die Gelbe. Die rote Paprika ist am reifsten und aromatischer als ihre beiden Schwestern. Die rote Gemüsepaprika ist auch besonders reich an Vitamin C. Mehr dazu erfahren Sie auch in unserer Warenkunde.

Was bedeutet eigentlich „regional“?

„Regionalität“ ist nicht klar definiert. Laut Duden handelt es sich um ein „in bestimmter Weise geprägtes, größeres Gebiet“. Darüber hinaus gibt es keine festgelegte Größenordnung.

Die Definition hängt von vielen Faktoren ab und ist oftmals Ansichtssache. Während manche ein Produkt aus dem eigenen Land als regional betrachten, ist für andere ein Lebensmittel erst aus der Region, wenn es wirklich aus nächster Nähe ist. Wir von den Wertewochen Lebensmittel zählen zu unserer Region nicht nur Berlin, sondern auch das Brandenburger Umland.

In letzter Zeit wurden immer mehr Siegel etabliert, die Regionalität definieren. Siegel sind eine Art Markenzeichen, mit denen besondere Eigenschaften herausgestellt werden. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft präsentierte im Januar 2014 das “Regionalfenster”, mit dem Verbraucher auf einen Blick erkennen können, welche Lebensmittel tatsächlich aus der auf der Verpackung angegebenen Region kommen. Damit erhalten Lebensmittel eine bundesweit einheitliche und verlässliche Kennzeichnung für regionale Produkte.

Woher bekomme ich saisonale Lebensmittel?

Saisonales Obst und Gemüse können Sie im Idealfall gleich nach der Ernte direkt beim Erzeuger kaufen, zum Beispiel in Hofläden oder durch Nachfragen beim Bauern in der Region. Fast genauso frisch bekommen Sie heimische Produkte auf dem Wochenmarkt. Die Lebensmittel, werden hier häufig vom Erzeuger selbst oder von jemandem angeboten, der genau weiß, wo die Produkte angebaut wurden.

Mittlerweile bieten aber auch viele Supermärkte eine immer größere Auswahl an Lebensmitteln, die bei uns wachsen. Eine weitere Möglichkeit sind zum Beispiel das Abonnement einer Öko- oder Gemüsekiste, der eigene Anbau auf dem Balkon und im Schrebergarten oder das Sammeln von Obst und Gemüse in der Natur. Wem das nicht reicht, der kann sein eigenes Fleckchen Acker pachten und dieses dort selbst anbauen und ernten.

Ersetzt ein Smoothie frisches Obst und Gemüse?

Obst und Gemüse in seiner natürlichen Form ist für die Ernährung ideal. Sie sind wichtige Lieferanten für Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und die vielfältig gesundheitsfördernden sekundären Pflanzenstoffe. Gleichzeitig enthalten sie meist kein Fett und viele Nährstoffe. Die aktuelle Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sieht für Erwachsene die tägliche Aufnahme von rund 400 Gramm Gemüse und 200 bis 250 Gramm Obst vor.

Ab und zu können Sie die tägliche Portion an Obst und Gemüse auch durch Saft ersetzen. Säfte enthalten aber im direkten Vergleich einen geringeren Gehalt an Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Damit ein Smoothie bis zu zwei Portionen Obst bzw. Gemüse ersetzt, sollte er mindestens zur Hälfte aus fruchtigem Gemüsepüree, Mark oder Obststückchen bestehen.

Wo finde ich Rezepte für Gerichte mit regionalen Zutaten?

Viele wissen gar nicht, wie vielfältig die regionale Palette ist. Unsere Region bietet eine Fülle an Obst- und Gemüsesorten. Zum Beispiel Weikis, Aronia und Topinambur, die uns eher an exotische Länder erinnern. Oder Pastinaken, Teltower Rübchen und Mangold, bei denen wir fast schon vergessen haben, was sich damit zubereiten lässt. Und auch das Angebot an frischem Fleisch, Fisch und anderen tierischen Produkten wie Honig oder Milch ist groß.

Im Buchladen um die Ecke oder im Internet finden Sie eine große Auswahl an Rezepten mit Produkten aus der Region. Auch der Obst- und Gemüsehändler auf dem Wochenmarkt kann helfen. Fragen Sie doch einfach bei Ihrem nächsten Einkauf nach, was sich aus Ihnen unbekannten Lebensmitteln zubereiten lässt.

Oder schauen Sie doch mal in unsere Rubrik “75 km-Rezept des Tages”. Dort verraten Berliner Prominente ihr Lieblingsrezept mit regionalen Zutaten.

Sechs Tipps fürs Urban Gardening

In Zeiten von Urban Gardening entstehen auf Balkonen Beete. Wir erklären, wie es klappt mit dem Traum vom städtischen Mini-Garten.

  1. Nutzen Sie ausgediente Reissäcke, befüllen Sie diese mit Blumenerde und pflanzen Sie Tomaten, Kartoffeln, Bohnen und Kräuter in den aufgestellten Sack. Kunststoffkisten, in denen sonst Brot transportiert wird, können Sie zu Minibeeten umfunktionieren. Fürs Urban Gardening eignen sich insbesondere Hochbeete.
  2. Auch Pflanzen brauchen Nahrung: Bei einer intensiven Bewirtschaftung, wie es auf kleinem Raum unvermeidlich ist, empfehlen sich flüssige organische Dünger wie Bio-Trissol. Praktisch sind auch Langzeitdünger, die gleich zu Beginn der Saison in die Blumenerde gemischt werden.
  3. Sie sollten darauf achten, in welchem Bereich des Balkons Sie ihr Gemüse anpflanzen. Ein Balkon mit Südlage kann zu einer richtigen Sonnenfalle werden – und damit zum Idealstandort für Auberginen und Tomaten. Spinat, Schnittlauch und Kresse bevorzugen es da schon etwas schattiger. Wichtig: das Gießen nicht vergessen! Gerade in kleinen Gefäßen trocknet die Erde schnell aus.
  4. Es ist so einfach, einen frischen Salatmix zu kultivieren. Einfach Tütchen aufreißen, Samen in die Erdrille geben, glatt streichen und behutsam wässern. Am besten fängt man mit Salatrauke an, da diese leicht zu handhaben ist. Schon nach wenigen Tagen zeigt sich das erste Grün, kurz darauf werden die ersten Blätter mit der Schere geerntet.
  5. Haben Sie schon einmal Pastinaken probiert? Oder Kräuter wie Sauerampfer, Gartenmelde, Hirschhornwegerich und Schnittknoblauch? Wer Lust auf neue Geschmackserlebnisse hat, kann diese Arten selbst heranziehen. Das ist so unkompliziert, wie Salate zum Wachsen zu bringen.
  6. Halt geben: Je höher im Haus sie wohnen, desto besser müssen Sie Ihren Garten sichern. Balkonkästen sollten Sie besser nach innen hängen und rankende Pflanzen gut festbinden, falls einmal heftige Windböen kommen.

Wie lagere ich geöffnete Milchprodukte richtig?

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft rät: Frischmilch und Milchfrischprodukte gehören grundsätzlich sofort nach dem Einkauf in den Kühlschrank, da sie luft-, licht- und wärmeempfindlich sind. Die Produkte sollten immer kühl und dunkel gelagert werden. Gerade Lichteinwirkung führt dazu, dass der Geschmack leidet und die wichtigen Vitamine der Milch verloren gehen.

Wie lange sich die einzelnen Milchprodukte halten, ist abhängig vom Lebensmittel. Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sollten Sie prüfen, ob Sie das Produkt nicht doch noch verwenden können. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist nämlich keinesfalls ein Wegwerfdatum. Der Hersteller legt damit ein Datum fest, bis zu welchem das Lebensmittel seine produktspezifischen Eigenschaften, wie Geruch, Farbe und Form mindestens behält. Das heißt: Lebensmittel sind nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums nicht automatisch verdorben und häufig noch gut verwendbar. Oft reicht es, genau hinzuschauen und an der Speise zu riechen, um sich ein Urteil zu bilden.

Wichtig für die Haltbarkeit vieler Lebensmittel ist, wie diese aufbewahrt werden. Lagern Sie Ihre Lebensmittel richtig? Testen Sie jetzt Ihr Wissen in unserem Kühlschrankspiel!

Ich würde gern Honig aus Berlin kaufen, bin mir aber nicht sicher wegen der Schadstoffe. Ist Honig aus der Stadt stärker belastet?

Nein, das ist nicht der Fall. Eine Studie des Imkervereins Altona hat ergeben, dass Honigbienen auch unter schwierigen Umweltbedingungen sauberen Honig produzieren. Ihren Nektar sammeln die Bienen immer aus frisch aufgeblühten Blüten, sodass der Nektar kaum Zeit hat, Schadstoffe aus der Luft aufzunehmen. Sollte dies trotzdem geschehen, werden die fettlöslichen Stoffe im Bienenkörper und durch das Wachs der Honigwaben aus dem Honig entfernt. Sie können Honig aus Berlin also bedenkenlos genießen.

Wenn Sie Wissenswertes zur Bienenhaltung und Honiggewinnung erfahren möchten, schauen Sie doch während der Wertewochen  bei unserem Partner, dem Lehrbienenstand Marienfelde, vorbei.

Stimmt es, dass Kartoffeln bei falscher Lagerung schädlich sind?

Kartoffeln sollten in jedem Fall richtig gelagert werden. Gut geeignet sind trockene und kühle Keller- oder Vorratsräume. Die optimale Lagertemperatur liegt zwischen vier und sechs Grad Celsius. Das Verbraucherfenster Hessen rät, Kartoffeln lichtgeschützt zu lagern. Die Einwirkung von Licht verursacht nicht nur das Ergrünen von Kartoffelknollen. Es begünstigt auch die Bildung von Solanin. Nur beim Verzehr von zu viel Solanin kann es zu Vergiftungserscheinungen wie Benommenheit, Berührungsüberempfindlichkeit und erschwerter Atemtätigkeit kommen, manchmal sogar zu Übelkeit und Erbrechen.

Durch das Schälen von Kartoffeln lässt sich der Solaningehalt deutlich verringern. Laut aid Infodienst wird der Bitterstoff allerdings weder durch Hitze zerstört, noch von menschlichen Verdauungsenzymen abgebaut.

Woran erkenne ich, wann Obst und Gemüse aus unserer Region Saison hat?

Fast jedes Kind kennt die Spreewälder Gewürzgurke oder den Beelitzer Spargel. Beide sind beliebt und kommen aus unserer Region. Darüber hinaus ist es oft nicht ganz einfach herauszufinden, welche Produkte bei uns gerade Saison haben, da durch Importware viele Früchte und Gemüsesorten fast ganzjährig erhältlich sind.

Wenn Sie sich darüber informieren wollen, welches Obst und Gemüse zurzeit bei uns wächst, nutzen Sie am besten einen Saisonkalender. Den finden Sie zum Beispiel im Internet auf den Seiten der Verbraucherzentralen der Länder oder des Bundes. Manche dieser Kalender geben nicht nur an, wann sie bei uns welche Produkte erntefrisch bekommen, sondern auch, wie Obst und Gemüse angebaut werden und zu welcher Zeit sie als Lagerware im Verkauf erhältlich sind. Auch in unsere Warenkunde erfahren Sie, was wann bei uns wächst.

Der aid infodienst rät außerdem zum Blick aufs Etikett, das in den meisten Fällen nicht nur Auskunft über das Erzeugerland gibt, sondern auch genauere Angaben zur Region macht. Im Zweifel können Sie sich auch an das Fachpersonal im Supermarkt oder an Ihren Obst- und Gemüsehändler wenden. Gerade auf dem Wochenmarkt finden Sie – im Sommer wie im Winter – die größte Auswahl an regionalen Produkten.

Gehören Tomaten in den Kühlschrank?

Nein, Tomaten mögen es am liebsten trocken. Bei einer Temperatur von 12 bis 16 Grad Celsius fühlen sie sich am wohlsten. Im Kühlschrank verlieren Tomaten an Geschmack und Aroma. Außerdem brauchen sie Sauerstoff – deswegen sollten sie offen ausgelegt werden und nicht in Tüten oder Plastikbehältern aufbewahrt werden.

Der aid Infodienst empfiehlt auch, Tomaten unbedingt getrennt vom übrigen Obst und Gemüse aufzubewahren, weil sie während der Lagerung das Gas Ethylen ausstoßen. Ethylen (auch bekannt als Ethen) fördert den Reifungsprozess der Tomaten, führt aber auch dazu, dass Obst und Gemüse in unmittelbarer Nähe schneller verderben.

Wichtig für die Haltbarkeit vieler Lebensmittel ist, wie diese aufbewahrt werden. Lagern Sie Ihre Lebensmittel richtig? Testen Sie jetzt Ihr Wissen in unserem Kühlschrankspiel!

Wie lagere ich mein Brot richtig?

Brot lagern Sie am besten bei Raumtemperatur und in einer luftdichten Verpackung, um es vor dem Austrocknen zu schützen. Im Kühlschrank wird Brot schnell altbacken und trocken. Der Verband deutscher Großbäckereien rät, Brot nur im Notfall gekühlt aufzubewahren. SO kann zum Beispiel bei feucht-warmer Witterung im Sommer eine kurze Lagerung im Kühlschrank zweckmäßig sein, um Schimmel vorzubeugen.

Zur längeren Aufbewahrung von mehreren Wochen empfiehlt es sich, das Brot im Tiefkühlfach zu lagern. Sie sollten es aber mindestens fünf Stunden vor dem Verzehr bei Zimmertemperatur auftauen.

Wichtig für die Haltbarkeit vieler Lebensmittel ist, wie diese aufbewahrt werden. Lagern Sie Ihre Lebensmittel richtig? Testen Sie jetzt Ihr Wissen in unserem Kühlschrankspiel!

Was sollte ich beim Pilze sammeln beachten?

Jedes Jahr im Herbst gibt es in unserer Region eine Fülle an leckeren Pilzen. Selbst gesammelt schmecken sie am besten. Aber auch mit einem Pilzlexikon bewaffnet, sollte man ein paar Dinge beachten. Leider hat manch delikater Speisepilz einen bösen Zwilling. So ist die Gefahr, beispielsweise einen Schafchampignon mit einem Weißen Knollenblätterpilz zu verwechseln, sehr groß. Deshalb sollten Laien nicht in den Wald gehen und auf gut Glück Pilze sammeln.

Um die ähnlich aussehenden Pilze auseinanderhalten zu können, braucht es oft jahrelange Erfahrung. Am besten gehen Sie daher mit einem erfahrenen Pilzsammler in den Wald oder lassen Ihre Funde anschließend von einem Kenner begutachten. Dann steht einem leckeren, frischen und vor allem ungefährlichen Pilzgericht nichts mehr im Wege.

Gibt es einen Unterschied zwischen Möhren und Karotten?

Ja und nein. Möhren und Karotten sind dasselbe Gemüse. Sie sind auch bekannt als Mohrrübe, Gelbe Rübe oder in Süddeutschland als Rübli. Der Unterschied zwischen Möhren und Karotten besteht allein in der Form.

Während Karotten stumpf und kurz sind, haben Möhren eine schmale, längliche Form. Die “ideale” Möhre hat zudem ein sehr dünnes Mark im Inneren und eine dicke Rinde. Erfahren Sie mehr dazu in unserer Warenkunde.

Was sollte ich in der Erziehung beachten, um Kindern die Wertschätzung von Lebensmitteln beizubringen?

Kinder eifern ihren Eltern nach – also seien Sie Vorbild. Vermitteln Sie ihren Kindern von klein auf einen wertschätzenden und verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln. Gemeinsames Kochen kann ein tolles Mittel sein, um die Kinder für Produkte aus unserer Region zu sensibilisieren. Obendrein bereitet es den Kleinen eine Menge Spaß.

Oder kaufen Sie heimische Lebensmittel ein und erklären Sie ihren Kindern, woher die Lebensmittel stammen. Sie können Kinder auch in die Einkaufsplanung einbeziehen oder sie mit zum Einkaufen nehmen. Übertragen Sie ihnen ungefährliche Aufgaben, bei denen sie schnell Erfolge verbuchen können.

Ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln geht auch beim Essen weiter. Nehmen Sie sich Zeit für gemeinsame Mahlzeiten und genießen Sie Lebensmittel zusammen mit Ihren Kindern. Das kommt in der oft hektischen Zeit heute meistens zu kurz. Laut aid infodienst findet in Familien heute nur eine Mahlzeit pro Woche mit allen Familienmitgliedern statt. An Werktagen nimmt oft ein Elternteil mindestens zwei Mahlzeiten mit den Kindern ein.

Wie lagere ich Käse richtig?

Da Käse nach dem Einkauf nachreift, ist die Lagerung sehr wichtig. Schon gereifter Käse sollte bei 12 Grad gelagert werden, leicht verderblicher Frischkäse bei 4 bis 7 Grad.

Wichtig ist auch die Verpackung. Das niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit rät, zwei verschiedene Käsesorten niemals zusammen verpackt zu lagern, da sich ihre Aromen sonst vermischen und es zur Übertragung von Oberflächenkulturen (Edelschimmel) kommen kann. Als Verpackungsmaterialen eignen sich eine Käseglocke, gewachste Papiere, verschlossene Kunststoffbehälter und Frischhaltefolie am besten, solange dafür gesorgt wird, dass der Käse noch „atmen“ kann.

Testen Sie jetzt Ihr Wissen in unserem Kühlschrankspiel!

Ich probiere gerne Rezepte aus der internationalen Küche aus. Kann ich das mit regionalen Zutaten?

Gerichte aus der ganzen Welt bereichern unseren Alltag. Und viele können Sie mit Zutaten zubereiten, die in unserer Region wachsen oder hier produziert werden. Nah kann nämlich auch ganz schön international schmecken.

Haben Sie schon mal ein indisches Curry mit Pfirsichen aus der Region gekocht? Oder wie wäre es mit einer frischen Pastasoße oder einem Pesto aus heimischem Gemüse? Sie werden sich wundern, wie abwechslungsreich die regionale Küche ist.

Schauen Sie doch mal in unserer Rubrik 75 km-Rezept des Tages nach. Hier verraten Berliner Prominente Ihr Lieblingsrezept mit Zutaten aus der Region.

Wie bleibt Salat länger frisch?

Zuallererst sollten Sie schon beim Einkauf darauf achten, dass Salat in der Gemüsetheke nicht neben anderem Obst und Gemüse liegt, da diese Reifegas produzieren. Dazu gehören zum Beispiel Obstsorten wie Äpfel, Birnen oder Bananen.

Zuhause sollten Sie am besten die faulen Blätter des Salates entfernen. Blattsalate halten länger, wenn man sie in ein feuchtes Tuch einschlägt, das vorher mit Zitrone behandelt wurde. Salat lässt sich auch gut in verschließbaren Plastikboxen aufbewahren. Ein bisschen Luft sollte der Salat aber bekommen, da die Feuchtigkeit im Aufbewahrungsbehälter sonst zu verstärkter Keimentwicklung führt.

Im Kühlschrank beträgt die optimale Lagertemperatur 1 bis 2 Grad.

Testen Sie jetzt Ihr Wissen in unserem Kühlschrankspiel!

Muss ich ungespritztes Obst und Gemüse aus meinem Garten vor dem Verzehr waschen?

Ja. Nicht nur um Erde oder Sand zu entfernen, sondern um Rückstände von Schadstoffen zu vermeiden. Auch wenn Sie Obst und Gemüse im eigenen Garten geerntet haben, können sich Schadstoffe aus Luft oder Regen auf der Schale ablagern. Generell gilt: Reinigen Sie Früchte und Gemüse immer erst kurz vor dem Verzehr, sonst verderben sie schneller.

Foodwatch rät dazu, auch Obst und Gemüse, das geschält wird, vorher zu reinigen. Wenn Sie die Früchte anschneiden, ohne sie vorher zumindest grob gereinigt zu haben, bringen Sie beim Schneiden über das Messer einen Teil dessen, was außen auf der Schale sitzt, mit ins Innere der Frucht. Daher immer: kurz aber gründlich waschen!